Partizipative Leitbildentwicklung – im PingPong-Verfahren mittels analoger und digitaler Beteiligung

Ein Leitbild ist das Herzstück der Organisationskultur. Es bildet die Grundlage, auf der die Regeln des zwischenmenschlichen Miteinanders basieren und die Identität einer Organisation fußt. Um eine gemeinsame professionelle Ebene für die kollegiale Zusammenarbeit zu finden, aber auch die Interaktion und die Kommunikation mit der Außenwelt zu gestalten, ist es unabdingbar, partizipativ eine Vision für die Organisation und damit einhergehende Werte – also ein Leitbild - zu definieren.


Bei der Entwicklung eines Leitbildes werden alle an einer Organisation Beteiligten mit einbezogen.

HINTEGRUND


Mit einem Leitbild gibt eine Organisation eine schriftliche Erklärung über ihr Selbstverständnis und ihre Grundprinzipien, also eine Selbstbeschreibung, ab. Dabei beschreibt das Leitbild einen Zielzustand – ein realistisches Idealbild. Nach innen gerichtet soll dieses realistische Idealbild den Mitarbeitenden Orientierung geben und motivierend und handlungsleitend wirken. Nach außen, also z. B. für die Öffentlichkeit und die Kund*innen, soll es verdeutlichen, wofür die Organisation (im Vergleich zu anderen Organisationen) steht.

Das Leitbild einer Organisation sollte authentisch sein, das heißt, das Selbstbild der Organisation und das Fremdbild von allen (weiteren) Beteiligten sollten sich im Leitbild widerspiegeln und im besten Fall deckungsgleich sein. Daher ist es wichtig, dass bereits bei der Entwicklung alle Akteur*innen der Organisation einbezogen werden. Für die Entwicklung eines Leitbildes an einer Schule heißt das beispielsweise, dass neben dem pädagogischen Personal auch die Schüler*innen, die Eltern und das nicht-pädagogische Personal beteiligt werden.


UNSER LÖSUNGSANSATZ


Ausschlaggebend für den Erfolg eines neuen Leitbildes ist, dass sich alle Beteiligten davon angesprochen fühlen und es für die Organisation als passend empfinden. Um das zu erreichen, müssen alle in den Entwicklungsprozess einbezogen werden. In Zeiten der Covid-19-Pandemie stellt das eine besondere Herausforderung dar. Bewährt hat sich hierbei eine Kombination aus Präsenzveranstaltungen unter Berücksichtigung der Vorsichtsmaßnahmen gegen Ansteckungen mit SARS-CoV-2 und regelmäßigen Onlineumfragen. Bei Onlineumfragen können auch Gruppen teilnehmen, die sonst schwer zu erreichen sind oder nicht zu Präsenzterminen anwesend sein können (z. B. Risikogruppen). Die regelmäßige Einbindung aller gewährleistet, dass sich alle gefragt und gehört fühlen und das spätere Leitbild auch die gesamte Organisation repräsentiert.



Der Prozess der Leitbildentwicklung

Das neu entwickelte Leitbild einer Neuköllner Grundschule.

Zu Beginn des Leitbildentwicklungsprozesses ist es wichtig, ein gemeinsames Verständnis für den Sinn und Zweck eines Leitbildes zu entwickeln. Danach folgt ein PingPong aus analogen Veranstaltungen und digitalen Beteiligungsformaten. Dabei geht es darum, durch alle Beteiligten Fragen beantworten zu lassen wie z. B.: Wer sind wir und was ist unser Auftrag? Welche Ziele verfolgen wir? Welche Werte leiten unser Handeln? Wer sind unsere Zielgruppen? Wo liegen unsere Stärken? Welche besonderen Angebote machen wir? Das PingPong ist wie ein Trichter aufgebaut. Durch Brainstormingelemente tauschen sich alle Beteiligten kreativ und umfänglich über die Fragen aus. Im Laufe der Leitbildentwicklung wird der Prozess immer enger und definierter, sodass sich am Ende ein Kondensat ergibt - ein gemeinsamer Konsens aller Beteiligten.

Ausgehend von dem neuen Leitbild können weitere Themen der Organisationsentwicklung bearbeitet werden. Beispielweise kann auf Basis des Leitbildes das Schulprogramm (weiter)entwickelt werden.

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