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Nachwuchs kann man sich nicht backen – ein Ausbildungsgipfel für das Deutsche Bäcker:innenhandwerk

Aktualisiert: 12. Jan.

Im Sommer 2022 co-konzipierten und moderierten wir den ersten Ausbildungsgipfel des Bäcker:innenhandwerks in Weinheim.

Für uns eine Herzensangelegenheit: Ausbildungen im Handwerk stärken, für kommende Generationen wieder attraktiver gestalten und Ausbilder:innen neue Perspektiven eröffnen.


Videobotschaft von Bettina Stark-Watzinger, Bundesministerin für Bildung und Forschung (Bildquelle: Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks e.V.)

HINTERGRUND


Laut Bundesinstitut für Berufsbildung[1] blieb 2021 fast jeder dritte Ausbildungsplatz im Bäcker:innenhandwerk unbesetzt. Gleichzeitig gehört die Ausbildung zur/zum Bäcker:in zu den Ausbildungen mit der höchsten Vertragslösungsquote. Bei den Fachverkäufer:innen im Lebensmittelhandwerk sehen die Zahlen sogar noch besorgniserregender aus. Dieser Entwicklung gilt es entgegenzuwirken. Deswegen setzt sich der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks e. V. in verschiedenen Formaten dafür ein, die Ausbildungen im Bäcker:innenhandwerk für junge Menschen attraktiver zu machen.


Zielsetzung


Eins dieser Formate ist der Ausbildungsgipfel, der erstmals im Juni 2022 stattfand, moderiert und co-konzipiert von wahlweise e. V. Mit dem Ausbildungsgipfel verfolgt der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks e. V. unterschiedliche Ziele:

1. Vernetzung der Akteur:innen der Berufsausbildung im Bäcker:innenhandwerk

2. Austausch zu „Good Practices“ in der Ausbildung sowie der Azubi-Rekrutierung und

-Bindung

3. Entwicklung von Konzepten für die Gewinnung und Haltung junger Menschen durch den

aktiven Austausch mit Azubis, Junggesell:innen und weitere Vertreter:innen der

„Generation Z“

4. Öffentlichkeitswirksame Ausrichtung der Veranstaltung, um die Sichtbarkeit innerhalb

und außerhalb der Branche, insbesondere bei jungen Menschen, zu erhöhen


Der Ausbildungsgipfel


An einem Wochenende im Juni kamen rund 100 Akteur:innen der Berufsausbildung in der Bundesakademie in Weinheim zusammen, um die Ausbildung im Bäcker:innenhandwerk neu zu denken.


Schirmherrin des Gipfels Bettina Stark-Watzinger, Bundesministerin für Bildung und Forschung, begrüßte die Teilnehmenden mit einer Videobotschaft. Im anschließenden Azubi-Talk wurden zentrale Ergebnisse aus der Azubi-Umfrage präsentiert. Jungbäcker:innen und Berufsschullehrkräfte gaben einen sehr persönlichen Einblick auf das Thema Ausbildung. Das Publikum wurde ebenfalls aktiv eingebunden. So wurde es gebeten Umfrageergebnisse zu schätzen. Einige Ergebnisse führten zu großem Erstaunen und natürlich auch Betroffenheit, wie z. B., dass 63 Prozent der Azubis schon einmal darüber nachgedacht hatten, die Ausbildung abzubrechen. Schnell war klar, dass dieses Ausbildungsgipfel der Kehrtwende sein muss.


In den anschließenden neun Workshops mit unterschiedlichen Schwerpunkten tauschten sich die Teilnehmenden aus, diskutierten Strategien und sammelten innovative Ideen rund um die Ausbildungen im Bäcker:innenhandwerk. Ausgewählte Themen waren „Generation Z und ihre Bedürfnisse“, „Verbesserung des Ansehens des Bäcker:innenhandwerks“ sowie „Vorbeugung von Konflikten in der Ausbildung“.

Begleitet wurde der Ausbildungsgipfel von den Backfluencer:innen, die die beiden Tagen auf Social Media dokumentierten.


Mit rauchenden Köpfen, zahlreichen Ideen und neuen Denkanstößen, sowie frisch geknüpften Kontakten verließen Sonntagnachmittag alle Teilnehmenden die Bundesakademie. Der Zentralverband arbeitet nun mit den Ergebnissen im Rahmen der Kampagne „Back dir deine Zukunft“ weiter.

Wir alle freuen uns auf den nächsten Ausbildungsgipfel.


Hier geht es zur Pressemitteilung des Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks e.V.


[1]https://www.bibb.de/dokumente/pdf/bibb-datenreport-2021.pdf

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